English program

Proliferationstherapie bei Gelenkschmerzen

Kurs 93

Dr. med. Rainer Wander, Elsterberg
09:00 - 13:00 Uhr
Palais Biron, Salon Lichtental
Samstag, 03.11.2018 Salon Lichtental
 
Definition:
Die Proliferationstherapie ist ein lnjektionsverfahren zur Behandlung schmerzhafter, schwacher/instabiler Bindegewebsstrukturen, wie degenerativ oder traumatisch geschädigter Bänder, Sehnen und Gelenke. Verwendet wird dabei Glucose und ein lang wirksames Lokalanästhetikum (vorzugsweise Scandicain), die durch ihre spezifische Wirkung eine Proliferation von neuem Kollagen Typ I auslöst. Das geschieht durch Stimulation der in den Sehnen und Bändern vorhandenen Fibroblasten. Soweit bis heute erforscht du verstanden, aktiviert die Injektion den primären Schritt des Wundheilungsprozesses. Am Ende dieses Prozesses steht der für die Proliferationstherapie wesentliche Effekt der Neubildung von stabilem kollagenem Fasergewebe. Dadurch entsteht ein Zugewinn an Stabilität auf Gelenkebene. Die Gesamtbewegungsfähigkeit der behandelten Gelenke nimmt zu, da die Haltefunktion der Ligamente und Sehnen verbessert wird. Es resultiert eine Schmerzreduktion, verbesserte Belastbarkeit für die Aktivitäten des täglichen Alltags. Die niedrigen Glucosekonzentrationen haben dabei einen protektiven Effekt auf die behandelten Struturen. Damit ist Proliferationstherapie bei niedrigen Glucosekonzentrationen (bis maximal 20%) eine gelenkheilende, regenerierende Neuraltherapie an Gelenkstrukturen.