English program

Gesund-sein, Krank-sein - eine Frage von Bewusst-sein

Kurs 96

Dr. med. dent. Bodo Wettingfeld, Arnsberg; Matthias Bacher, Bern (Schweiz)
14:00 - 18:00 Uhr
Kongresshaus, Sitzungsraum 9 (2. OG)
Mittwoch, 31.10.2018 Sitzungsraum 9 (2. OG)
 

Da wesentlich häufiger als angenommen körperliche Symptome ihre tieferliegenden Ursachen in der Psyche bzw. im Bewusstsein und der Lebenseinstellung des Menschen haben, wird die Einbeziehung der feinstofflichen, also unsichtbaren Ebene von Bewusstsein, Psyche und Seele immer wichtiger, ja unausweichlich für die Gesundung unserer Patienten wie auch von uns selbst.
„Ganzheitliches Denken gedeiht nicht bei der Analyse, sondern bei der Synthese“ – ein Zitat von Prof. Niemz anlässlich der Medizinischen Woche 2007. Keine neue Erkenntnis also – aber wird sie auch angewendet?
Wesentliche Aspekte der Berücksichtigung feinstofflicher Ebenen sollten hier vermittelt werden, anzuwenden zunächst für uns selbst und damit auch für die Praxis und unsere Patienten, wodurch die Profession Medizin diese immer wieder anklingenden Botschaften auch für sich selbst in Anspruch nehmen kann: den eigenen Lebensweg auszurichten von der Peripherie ins Zentrum, zur Mitte. Bewusstsein, Seele, Psyche – mit welcher Bedeutung können wir diese Begriffe belegen, um die Mechanismen von Gesundheit und Krankheit tiefer zu verstehen. Neben dem Körper-Seele-Geist-Modell und dem Modell der Reflektionsschleifen werden zeitlose Symbole der TCM den Rahmen bilden für essentielle Betrachtungen einer zentralen Lebensthematik. Mehr als ein Wortspiel ist hierbei auch ein aufmerksamerer Blick für die Begriffe, die wir jeden Tag im medizinischen Alltag verwenden. So steckt in der Begrifflichkeit Medizin (lat.) das Wort Medi(die Mitte) und – wenn man so will – auch zin im Sinne von „in die Mitte ziehen“. Auch Wörter wie Medikament (engl. Remedy – wieder in die Mitte bringen) oder auch Religion mit der Bedeutung von religio (Rückbindung) geben uns Hinweise, worum es gehen könnte.
Für die Arbeit mit den Patienten ist u.a. auch das authentische Vorleben eines Wegs einer selbst gelebten bewussten Lebensführung von Bedeutung, um so auch bedeutsam zu motivieren, ebenfalls etwas davon im eigenen Leben umzusetzen und so zu mehr Gesundung und Heil zu gelangen.
Praktische Beispiele aus dem täglichen Leben sollten die Betrachtungen runden – sowohl für uns selbst wie auch für unsere Patienten, schlussendlich für alle Menschen.
„Wer sich freiwillig unter das Gesetz stellt, ist wirklich frei“ – dieser Satz von Schiller möchte den Begriff „Gesetz“ mit Leben füllen und aufzeigen, dass es sich hierbei um „universelle Gesetze“ handelt, nach denen die ganze für uns wahrnehmbare Welt aufgebaut ist, und dass es unser aller Gesundheit dienlich wäre, diese Gesetze zu kennen, zu verinnerlichen und im Alltag anzuwenden.