Top-Thema Effizienz durch nachhaltige Medizin

Dr. med. Peter Vill, Erlangen
14:30 - 17:00 Uhr
Kongresshaus, Auditorium (UG)
Vormittag Auditorium (UG)
 
14:30 - 14:35 Uhr

Begrüßung
Dr. med. Peter Vill, Erlangen

14:35 - 15:00 Uhr

Stressmedizin – der Schlüssel zu nachhaltigen Erfolgen
Dr. med. Siddhartha Popat, St. Katharinen

15:00 - 15:30 Uhr

Alzheimer als Diabetes Typ III – Neues zur Diagnostik und nachhaltiger Therapie
Dr. med. Kurt Mosetter, Konstanz
 

Neurotoxische Plaques, β-Amyloid, Neurofibrillen, Ammoniak sind nicht die primären Ursachen, sondern die letzten biologischen Folgen der komplexen Stoffwechselentgleisung. Polyätiologische Faktoren und Zivilisationsfaktoren leiten die Alzheimer Erkrankung Jahrzehnte vor der Diagnosestellung ein. Entgegen alten Vorstellungen, dass Gene und bestimmte Ablagerungen die Ursache für die Alzheimer Erkrankung darstellen würden, weißt die aktuelle Datenlage daraufhin, dass diese Erkrankung nicht im Kopf beginnt. Die Plaques sind die Folge eines entgleisten Energiestoffwechsels. Führende Forscherteams aus unterschiedlichen Fachdisziplinen belegen, dass die folgenden Aspekte entscheidende ursächliche Schrittmacher für die Alzheimer Demenz sind: das Mikrobiom zum Metabolom, die Mitochondrien, Zucker und Stoffwechselentzündungswege, Umweltgifte, Schwermetalle, hohe Spiegel von Stresshormonen, körperliche Inaktivität, Fettsäuren- und Aminosäurenmangel, Mineralstoff- und Vitaminunterversorgungen. Diese unterschiedlichen Belastungsfaktoren münden in oxidativen und nitrosativen Stress mit Inflammation und Intoxikation. 
Ein zentraler Mechanismus ist der Energiestoffwechsel im Gehirn. Wenn der Energieträger Glucose nicht mehr richtig verwertet werden kann und nicht mehr in die Nervenzellen gelangt, entsteht im Zellinneren eine Hungersnot. Gleichzeitig führt die Hyperglykämie und der überschüssige Zucker an den Bindestellen der Zellaußenwand zur Glykierung, es entsteht eine Insulinresistenz. Während die Mechanismen der Insulinresistenz und die darauf aufbauenden Erkrankungen wie Diabetes Typ 2, Metabolisches Syndrom, Adipositas und die NAFLD schon lange bekannt sind, etabliert sich die Thematik „Zuckerkrankheit Alzheimer“ erst allmählich.
Eine Vielzahl der ursächlichen Belastungskaskaden zeigt sich früh im metabolischen Profil. Die folgenden Labormarker sind dabei ausschlaggebend und erlauben frühe Einblicke in Risikofaktoren: HbA1c, y-GT, ALAT, Harnsäure, TG, Cholesterin, HOMA Index.
Die antientzündlichen und neuroregenerativen Wirkungen sollen über die Verbesserung der Muster der metabolischen Profile untersucht und im Detail nachgewiesen werden. GALILEO-Training, Muskel-Faszien-Längentraining mit KID (Kraft in der Dehnung), sowie ernährungsmedizinische Strategien mit Natural Eating & Glycoplan (mit individualisierter Supplementation entsprechender Defizite) bieten weitreichende Hilfe zu Selbstregulation und Reparatur. Der Bereich Psychohygiene mit Achtsamkeit, Meditation oder Yoga bietet zusätzliche Interventionsmöglichkeiten mit starken Wirkungen. Im Miteinander von Pflege, ärztlicher Versorgung, Ernährungsmedizin, Mikronährstoffsupplementation, Physiotherapie, Behandlung und Bildung für alle Beteiligten, inklusive der Angehörigen, wird die praktische Umsetzung tatsächlich machbar.
Eine Vielzahl von Belastungen innerhalb mehrerer Systemebenen, führen miteinander zur Alzheimer Demenz. Aktuelle Daten belegen, dass „Präklinische Veränderungen“ bereits 20-30 Jahre vor der Erkrankung eine grosse Rolle spielen. Früh genug, richtig erfasst und gedeutet, leiten sich erfolgreiche Präventionsmassnahmen ab. Dabei sorgen Prävention, Früherkennung, Monitoring von Microbiom-Metabolom Parametern eine Frühintervention möglich. Mehrdimensional ausgerichtete Therapieansätze in interdisziplinären Behandlungsteams eröffnen neue Wege die Alzheimer- und Demenz- Pandemie abzufedern.

 

15:30 - 16:00 Uhr

Detox – nur eine Mode oder der Grundbaustein für
nachhaltige Gesundheit?

Dr. med. Birgitt Theuerkauff, Hamburg

16:00 - 16:30 Uhr

Vom Symptom zur Diagnose – nur vernetztes Denken bringt nachhaltige Erfolge
Dr. med. Peter Vill, Erlangen

16:30 - 17:00 Uhr

Dankbarkeit, Vergebung, Annahme  – der spirituelle Aspekt einer nachhaltigen Medizin
Dr. med. Julia Günther-Pusch, Korbach

Die Seele spielt im Heilungsgeschehen eine zentrale Rolle. Seele und Geist gehören zum spirituellen Aspekt des Menschen. Hier liegt die Information für die Gesundheit und die Genesungskraft. Bewusste und gelebte Dankbarkeit, Vergebung und Annahme sind der Weg, den spirituellen Aspekt - Seele und Geist - zu stärken, die Seele zu befreien und damit nachhaltig die Selbstheilungskräfte zu unterstützen. Wenn die Seele befreit ist von Angst, Sorge und Schmerz, dann erholt sich der Mensch und die Heilung setzt sich auf geistiger und körperlicher Ebene fort. 
Ein ganzheitliches Vorgehen, welches Seele, Geist und Körper gleichermaßen einbezieht, zeigt eine nachhaltigere Wirkung als die alleinige Behandlung der Materie des Körpers. Die Heilungschancen werden vergrößert und der Patient kann selber aktiv zu seiner Genesung und zur Stabilisierung seiner Gesundheit beitragen. 
Im Vortrag wird das Vorgehen erläutert und die Wirkung anhand von Fallbeispielen dargestellt.