Krankenhauskeime und Antibiotikaresistenzen - Was können sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe aus dem Holunder leisten?

Mittagsvortrag

Dr. rer. nat. Michaela Döll, Wachenheim
13:30 - 14:00 Uhr
Kongresshaus, Kongresssaal III (2. OG)
Mittag Kongresssaal III - 2. OG
* Mit freundlicher Unterstützung der Fa. Berry Pharma GmbH, Chieming
 

In Deutschland sterben jährlich, nach den Schätzungen des Robert Koch Institutes, bis zu 20.000 Personen an einer Krankenhausinfektion, wobei nicht selten multiresistente Keime ursächlich mitverantwortlich sind. Nach einer aktuellen Studie, die vom Europäischen Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) 2016 in Deutschland initiiert wurde, ergaben sich deutliche Hinweise darauf, dass Krankenhausinfektionen nach wie vor ein zentrales Thema darstellen. 
In diesem Zusammenhang spielen allgemein die Antibiotikaresistenzen eine wesentliche Rolle, die in den vergangenen Jahrzehnten nachweislich deutlich zugenommen haben. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Gesundheits- und Forschungsinstitutionen verweisen seit Jahren auf das zeitliche Missverhältnis zwischen der Schnelligkeit, mit der diverse Krankheitserreger inzwischen Resistenzen ausbilden und der Entwicklungsdauer, die für die Erforschung neuer antibiotisch wirksamer Medikamente benötigt wird, hin. Nicht selten werden antiinfektiöse Wirkstoffe leichtfertig verordnet, was deutlich zur Verschärfung des Problems beiträgt. In diesem Zusammenhang kommt sekundären Pflanzeninhaltsstoffen bzw. Naturstoffen, die nicht nur eine antiinfektiöse sondern auch immunmodulatorische und entzündungshemmende Wirkung aufweisen, in der Naturheilkunde eine besondere Bedeutung zu. Der schwarze Holunder (speziell die Variante Haschberg) kann hier mit interessanten Evidenzen aus klinischen Studien aufwarten.