Krebskongress

Integrative Krebstherapie - Möglichkeiten und Grenzen

Dr. med. Friedrich Douwes, Bad Aibling/Dr.med. Heinz Mastall, Elbtal/Dr. med. Friedrich Migeod, Bad Aibling
08:30 - 12:30 Uhr und 14:30 - 18:30 Uhr
Kongresshaus, Auditorium (UG)
Vormittag Auditorium · UG
 
08:30–08:35 Uhr

Begrüßung und Einführung
Dr. med. Friedrich Douwes, Bad Aibling/Dr. med. Friedrich Migeod, Bad Aibling

09:00–09:30 Uhr

Bedeutung der Stressachse in der Onkologie. Diagnostik und Therapie
Dr. med. Daniela Hudi, Bad Aibling

10:00–11:00 Uhr

Pause und Besuch der Fachausstellung

11:00–11:30 Uhr

Naturstoffe in der Onkologie – Wie wichtig sind sie in der Komplementär-Onkologie?
Dr. rer. nat. Ulrich Warnke, Saarbrücken

11:30–12:00 Uhr

Cannabis als komplementäre Therapie in der Onkologie
Dr. med. Daniela Hudi, Bad Aibling

12:00–12:30 Uhr

Möglichkeiten der TCM in der supportiven onkologischen Therapie
Martin Rößner, Arzt, Bad Aibling

Dr. med. Friedrich Douwes, Bad Aibling/ Dr. med. Friedrich Migeod, Bad Aibling
Kongresshaus, Auditorium (UG)
Nachmittag Auditorium · UG
* Das Programm wurde gestaltet in Zusammenarbeit der Deutschen Gesellschaft für Onkologie e.V., Europäischen Gesellschaft für Angewandte Immunologie e.V., Ärztegesellschaft für Erfahrungsheilkunde e.V. und Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e.V.
 
14:30–14:35 Uhr

Begrüßung
Dr. med. Friedrich Douwes, Bad Aibling/Dr. med. Friedrich Migeod, Bad Aibling

14:35–15:00 Uhr

Aktive Fiebertherapie als Komplementärtherapie in der Onkologie
Dr. med. Helmut Sauer, Waldbronn

15:00–15:30 Uhr

Metronomische Tumortherapie, eine effektive und wenig toxische Tumortherapie
Dr. med. Friedrich Douwes, Bad Aibling

Die Einführung der "höchst tolerierbaren Dosis" in die üblichen onkologischen Behandlungsprotokolle und die damit einhergehende übermäßige Toxizität, machte die Einführung von Ruhezeiten zwischen den Therapiezyklen notwendig – eine Praxis, die nicht nur das wieder Anwachsen von Tumorzellen, sondern auch das Wachstum von resistenten Klonen  gegen die Therapie fördert. Um diese Probleme zu vermeiden wurde eine neue Modalität der medikamentösen Verabreichung von Krebs wirksamen Stoffen eingeführt und mit dem Begriff "metronomischer Tumortherapie" belegt. Dieser Name verweist auf die chronische, gleichmäßige Verabreichung von generell niedrigen Dosen verschiedener Chemotherapeutika ohne längere Ruhezeiten. Das Neue an dieser Behandlungsmodalität liegt nicht nur in der Antitumor-Wirksamkeit mit sehr geringer Toxizität, sondern auch in einem Zell-Zielschalter, der nun auf Tumor-Endothelzellen zielt. Das vorhandene Wissen im experimentellen Bereich der metronomischen Tumortherapie, sowie die zunehmenden Erfahrungen, die in der klinischen Anwendung erworben wurden, tragen dazu bei zu einer Änderung in der Gestaltung der therapeutischen Protokolle gegen Krebs zu gelangen. So ist z.B. die metronomische Cyclophosphamid-Methotrexat ist erheblich kostengünstiger als die konservative Tumortherapie. Wenn sie noch in  prospektiven randomisierten Studien validiert werden würde, könnte dieses Behandlungskonzept die Kosten senken, insbesondere solche, die mit dem kombinierten Einsatz neuer, sehr teurer, molekular gezielter Therapien verbunden sind.

15:30–16:00 Uhr

Unterstützung der Krebstherapie durch Bewusstseinslenkung
Dr. rer. nat. Ulrich Warnke, Saarbrücken

16:00–17:00 Uhr

Pause und Besuch der Fachaussstellung

17:00–17:30 Uhr

Body in balance. How important is nutrition?
Dr. Josh Cullimore, Washington (USA)

17:30–18:00 Uhr

Therapie mit Dendriten, onkolytischen Viren in Kombination mit Immuntherapie
Dr. med. Thomas Neßelhut, Duderstadt
Das Immunsystem spielt eine entscheidende Rolle bei der Krebsentstehung und für den Verlauf der Erkrankung. Da die leitliniengestützten Behandlungsmethoden insbesondere für fortgeschrittenen Karzinomerkrankungen nach wie vor unbefriedigend sind, liegt der medizinisch-wissenschaftliche Fokus daher auf der Entwicklung von Behandlungsmethoden, die einen direkten oder indirektem Einfluss auf immunologische Prozesse einer anti-Tumorantwort haben. Teilaspekte der immunologischen Krebstherapien sind die zelluläre spezifische Immuntherapie auf Basis dendritischer Zellen, die Virotherapie und die Therapie mit Checkpointinhibitoren. Ziel der dendritischen Zelltherapie ist eine tumorspezifische Immunantwort durch Aktivierung tumorspezifischer zytotoxischer T-Zellen bzw. durch Reaktivierung von memory T-Zellen zu induzieren. In klinischen Studien konnte gezeigt werden, dass diese Therapie sowohl in der palliativen als auch in der adjuvanten Behandlung humaner Tumoren unterschiedlicher Entitäten wirksam sein kann. Neben objektivem klinischem Ansprechen konnte in vielen Fällen eine langanhaltende Stabilisierung mit Verlängerung des Gesamtüberlebens der Erkrankung erreicht werden. Ein Problem bei einer spezifischen Immuntherapie liegt in der geringen Immunogenität des Tumors. Einen Erfolg versprechenden Weg diesen Mechanismus zu überwinden, stellt die Kombination mit onkolytischen Viren dar,. Neben der möglichen direkten Lyse des Tumors, kommt es zur Ausbildung von virusspezifischen Antigenen auf den Tumorzellen, wodurch die Tumorzelle vom  Immunsystem wieder als fremd erkannt wird und so eine spezifische Immunabwehr gegen die virusinfizierte Tumorzelle erfolgen kann. Die lokale Virusreplikation führt dabei auch zu günstigen Veränderungen im Tumormikromilieu, was zu einer Effizienzsteigerung immunologischer Therapie führen kann. Eine wirksame anit-Tumor-Immunantwort erfordert sowohl die Aktivierung und Infiltration tumorspezifischer, im Idealfall zytotoxischer Immunzellen in den Tumor (z.B. durch die dendritische Zelltherapie) als auch die Hemmung inhibitorischer Signale durch z.B. Checkpoint-Inhibitoren. Daher ist die Kombination einer dendritischen Zelltherapie mit Checkpointinhibitoren ggf. sinnvoll. Eine entscheidende Rolle für die Effektivität einer Immuntherapie spielt das in-vivo vorliegende Mikromilieu. Insbesondere die Tumor-assoziierten Makrophagen (TAM), die regulatorische T-Zellen (T-reg) sowie die MDSC (Myeloid Derived Suppressor Cells) spielen hier eine entscheidende Rolle. Daher sollte vor dem Beginn einer Immuntherapie die Analyse des individuellen Immunprofils insbesondere unter Berücksichtigung der Makrophagendiagnostik erfolgen. 

18:00–18:30 Uhr

Multimodale Therapie des fortgeschrittenen metastasierten Pankreas-Karzinoms
Dr. med. Friedrich Migeod, Bad Aibling