Klinische Session Metabolisches Syndrom

Dr. med. Ursula Bubendorfer, Schwoich/ Kufstein (österreich)
17:00 - 18:30 Uhr
Kongresshaus, Sitzungsraum 1 (1. OG)
Nachmittag Sitzungsraum 1 · 1. OG
 

Metabolisches Syndrom, das tödliches Quartett, bedingt durch gestörten Kohlenhydratstoffwechsel, Hypertonie, Dys-Lipoproteinämie und Adipositas. 
Die zwei herausfordernden Kernbereiche sind Stoffwechsel und Immunologie, die bereits heute den Fahrplan für die Präzisionsmedizin von morgen bezüglich Pathogenese und Salutogenese prägen.
Wahre Ursachen sind zu schnell, zu viel, zu fett Essen, Mangel an Mikronährstoffen durch umweltbelastete Massenproduktions-Nahrungsmittel, Bewegungsmangel und Süchte,
Der Immunmetabolismus ist das Zünglein an der Waage. Die metabolischen Phänotypen der Immunfunktion sind Insulinresistenz, die Darm – Leber- Hirnachsen, Virus-Reaktivierungen, entgleiste Entzündungen und die exorbitant zunehmenden proinflammatorischen Autoimmuntendenzen. Haupt-Immunstressoren sind intra- und extrazelluläre Infektionen und die damit einhergehende chron. Entzündung, die auch ein Treibstoff für Neurodegeneration ist. Jede Infektion, hat Einfluss auf Stoffwechselerkrankungen z.Bsp: Diabetes Typ II. durch Intra- und extrazellulären deregulierende Signalwege, die zunehmend Mitochondropathien mitbedingen. Basistherapien sind Bewegung, die  Reduktion der Hyperinsulinämie und der Dyslipidämie mit Lebensstilveränderung, Fasten und Entgiftung
Eine Medizin der Zukunft ist die Immunmodulation auf zellulärer und systemischer Ebene, mit multimodalen, sanft regulierenden Therapieansätzen wobei die Mikroumgebung auf die korrekte Funktion des Immunsystems von entscheidender Bedeutung ist. 
Individuell gezielte Ansätze in der Diagnostik zur Prävention und Therapie sind die heutigen 3 Beiträge: 
1) Das Metabolische Syndrom – Chancen für ein Reset und Neustart mit FX Mayr Kuren 
2) Das Darmmikrobiom, als innovativer Ansatz in der Prävention und Behandlung von Fettleber, Arteriosklerose und Diabetes mellitus.
3) Die Rolle des Immunsystems beim metabolischen Syndrom sowie sanft regulierende Therapieansätze mit Mikroimmuntherapie  
 

17:00–17:20 Uhr

Metabolisches Syndrom – Chancen für ein Reset
Dr. med. Sepp Fegerl, Salzburg (Österreich)
Diagnose: Es entwickelt sich ein Metabolischen Syndrom. Das „tödliche Quartett“ der Risikofaktoren ist absolut ernst zu nehmen. Die gute Nachricht: Der Patient kann etwas tun. Die schlechte Nachricht: Er muss es auch wirklich tun. Zum Tost: Es gibt Unterstützung. Die Chance auf einen „Neustart“ lebt. Die F.X. Mayr-Kur als Game-changer. (Oder, wenn es Deutsch sein muss: Die F.X. Mayr-Kur als Startimpuls für ein neues Leben).


 

17:20–17:40 Uhr

Das Darmmikrobiom als innovativer Ansatz in der Prävention und Behandlung von Fettleber, Arteriosklerose und Diabetes mellitus
Dr. med. Thomas Ellwanger, Herborn
 

Die Entwicklung von Diabetes mellitus, Fettleber oder Arteriosklerose werden in der Regel mit dem Vorhandensein von Risikofaktoren begründet.
Jedoch zeigt die medizinische Praxis, dass dieser Zusammenhang nicht zwingend gegeben sein muss. So leiden z. B. auch schlanke und sportliche Menschen an einer nicht alkoholischen Fettleber. Oder Patienten mit manifester Arteriosklerose sind normoton und haben ein unauffälliges Gefäßrisikoprofil. Und es gibt durchaus „gesundheitsbewusste“ Menschen mit Typ II – Diabetes.
In den letzten Jahren hat sich die Mikrobiomforschung zunehmend auch auf die Verbindungen zwischen der Darmmikrobiota und deren Auswirkungen auf Stoffwechsel- und kardiovaskuläre Gesundheit fokussiert. Die spannenden Ergebnisse dieser Forschung sind nicht ausschließlich von theoretisch-wissenschaftlicher Natur. Sie haben durchaus Praxisrelevanz. Dies bestä-tigt ein interessanter Fall aus der naturheilkundlichen Praxis, der entsprechende Diagnostik und sich daraus ergebende Therapie aufzeigt.
 

17:40–18:00 Uhr

Die Rolle des Immunsystems beim Metabolischen Syndrom
Gunter Schlegel, Arzt, Freiburg
Das Immunsystem spielt beim metabolischen Syndrom nicht nur eine zentrale Rolle im Rahmen der damit verbundenen silent inflammation und des inflammaging ,sondern es werden auch wesentliche Funktionen des Immunsystems wie die Abwehr von Infektionen und die Regulation inflammatorischer  Vorgänge durch direkte Veränderung des Immunmetabolismus des angeborenen und des erworbenen Immunsystems beeinträchtigt. 
Die Mikroimmuntherapie hilft hier in einer multimodalen Weise, indem sie die deregulierten Signal-Wege des Immunsystems mit sanften aber nachhaltig wirkenden Zytokin- und SNA (Specific Nucleic Acid) –  basierter Formeln  wiederherstellt. Sie kann somit einen wertvollen Beitrag zur Langzeitprävention metabolisch bedingter Schäden leisten.
 

18:00–18:30 Uhr

Praxisorientierte Diskussion mit allen Referenten (unter evtl. Einbeziehung konkreter Fälle aus dem Plenum)