Psychovegetative Regulationstherapie auf Grundlage der Lüscher-Color-Diagnostik

Johannes Krebs, Ponto da Ilha, Lajes do Pico, Acores (Portugal)
08:30–12:30 Uhr
Kongresshaus, Sitzungsraum 1 (1. OG)
Vormittag Sitzungsraum 1 · 1. OG
 
08:30–08:35 Uhr

Begrüßung und Einführung
Johannes Krebs, Ponto da Ilha, Lajes do Pico, Acores
(Portugal)

08:35–09:00 Uhr

Erlernen der Lüscher-Color Diagnostik durch Verstehen von Aufbau, Grundstrukturen und Charakteristiken
Markus Rentsch, Anzing

09:00–09:30 Uhr

Zwölf gute Gründe, warum die Lüscher-Color-Diagnostik zur Standard-Anamnese in der Praxis gehören sollte
Dr. med. Alexander Wunsch, Heidelberg

09:30–10:00 Uhr

Performance Promotion in Elite Sports through
psychological Care

Alfredo D’Ilario, Vicenza (Italien)

10:00–11:00 Uhr

Pause und Besuch der Fachausstellung 

11:00 - 11:30 Uhr

Was tun, wenn uns die Angst ergreift? Der Umgang mit Ängsten in Krisensituationen
Sylvia Kirscht, Mühlenberge-Senzke

11:30 - 12:00 Uhr

Welche Erkenntnisse liefert der Lüscher-Test beim Reizdarm-Syndrom?
Dr. med. Andreas Edelmann, Riehen (Schweiz)

Das Reizdarm-Syndrom ist eine funktionelle gastro-intestinale Störung, die mit einer Prävalenz von 15-20 % in westlichen Industrieländern weit verbreitet ist. Die Diagnose einer funktionalen Störung liegt dann vor, wenn offensichtliche somatische Ursachen wie entzündliche oder tumoröse Prozesse, Malabsorption und Lebensmittelunverträglichkeit ausgeschlossen werden können. Betroffene Patienten klagen über eine verminderte Lebensqualität infolge gehäuft auftretender, schmerzhafter Bauchbeschwerden, gesteigerter Darmmotilität, gepaart mit abnormalem Stuhlverhalten wie Durchfälle oder Verstopfungen. Oft werden die Beschwerden im Zusammenhang mit psychosozialen Stress-Situationen beobachtet, z.B. der Umgang mit negativ erlebten Emotionen bei Auseinandersetzungen, Konfliktsituationen im familiären und / oder beruflichen Umfeld, Verlust- und Versagensängsten, Sich-Zusammennehmen-Müssen, Akzeptanz inadäquat empfundener Kompromisse. Qualitative psychologische Untersuchungen hierzu weisen darauf hin, dass die Personen in Bezug auf Selbstwert und soziale Erwünschtheit oft zu übertriebenen Erwartungen und Ansprüchen auf Beachtung und Anerkennung als wertvolle Person neigen, verbunden mit perfektionistischen Einstellungen. Die Max Lüscher Stiftung war als diagnostischer Partner an einer kontrollierten, nicht-pharmakologischen, multimodalen Interventionsstudie der Charité mit Reizdarmpatienten beteiligt. Dabei wurden mittels des non-verbalen Klinischen Lüscher Farbtests sowie anderen Fragebogen-basierter Persönlichkeitsinventare persönlichkeitsspezifische Charakteristika ermittelt. Obwohl jeder Patient im Lüscher Farbtest ein individuelles, gegenüber anderen aber unterschiedlich emotionales Profil aufwies, zeigten sich trotzdem charakteristische Gemeinsamkeiten für die Kohorte: 80 % der Patienten vermieden oder lehnten die emotionale Struktur von «Lüscher-Orange 3» direkt ab, die normalerweise für Erregung, Vitalität, Aktivität steht. Am meisten betraf die Vermeidung bzw. Ablehnung die Variationsfarben und die 4-Grundfarben, in geringem Masse die 8-Farben, die Grauwahlen und die Formen. Darüber hinaus wiesen mehr als die Hälfte der Patienten eine perfektionistische Haltung mit hohem Leistungsanspruch, Selbstdisziplin und Pflichtbewusstsein auf. Ein solch durchgängiges Muster im Test beinhaltet die empfundene Hilflosigkeit, Ohnmacht, den Kontrollverlust und das Missbehagen in der aktuellen Situation, empörte Ablehnung einer Beziehung, aber auch Ärger und Unmut über die eigene Wirkungslosigkeit bei hohen Leistungsansprüchen. Ferner zeigte sich im Test, dass die Frustrationen meist mit übersteigerten Bedürfnissen nach Ruhe, Sicherheit, Geborgen- oder Zugehörigkeit kompensiert werden, aber auch mit starker Selbstbehauptung gegen Widerstände und Anerkennung der Kompetenz, oder mit der Hoffnung auf eine Besserung oder Lösung der Probleme. Damit beschreibt der Lüscher Farbentest in hoch differenzierter Weise ein komplexes emotionales Persönlichkeitsprofil, das die oben erwähnten psycho-sozialen Stress-Situationen anschaulich nachvollziehen lässt, was dagegen von den anderen parallel durchgeführten verbalen Persönlichkeitsinventaren nicht geliefert wurde. Der Unterschied liegt an der Andersartigkeit der Methoden, d.h. eine multidimensional, kategorial aufgebaute Diagnostik mit einem nicht-kognitiven, spontanen Erfassungssystem verhält sich anders als Verfahren, die eindimensional skaliert sind und weitgehend auf Kognition beruhen.

12:00–12:30 Uhr

Das Lüscher-Rot unter verschiedensten Aspekten und kategorialen Betrachtungen
Johannes Krebs, Ponto da Ilha, Lajes do Pico, Acores
(Portugal)